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Forschungspublikationen | Psychologie

Explorative Plausibilisierungsstudie zur modellbezogenen Prüfung der MetaMotivation MAP

J. Baldauf (2026)

Inwieweit lassen sich Konsum- und Entscheidungsverhalten anhand der MetaMotivation MAP als kontinuierliche motivationale Spannungsräume modellieren und durch empirische Antwort- sowie Präferenzmuster explorativ plausibilisieren?

Die vorliegende explorative Pilotstudie untersucht, ob empirisch erhobene Antwort- und Präferenzdaten erste Hinweise auf die Plausibilität der MetaMotivation MAP liefern. Im Zentrum steht nicht die psychometrische Validierung eines Fragebogens und nicht der Nachweis diskreter Konsumententypen. Untersucht wird vielmehr, ob sich Konsum- und Entscheidungsverhalten entlang motivationaler Spannungsräume modellhaft ordnen lässt.

Die Studie basiert auf einer Online-Befragung mit 62 vollständig auswertbaren Antworten. Analysiert wurden 31 motivationale Likert-Items, sieben szenariobasierte Präferenzfragen sowie fünf Items zur sozialen Erwünschtheit. Auf Grundlage der theoretischen Modelllogik wurden drei Hauptdimensionen gebildet: Progression/Exploration, Sicherheit/Stabilität und Anerkennung/Sozialwert.

Die drei Hauptdimensionen zeigten in der Pilotstichprobe brauchbare bis gute interne Kohärenzen. Besonders relevant ist der moderate negative Zusammenhang zwischen Progression/Exploration und Sicherheit/Stabilität, der die Annahme eines motivationalen Spannungsraums stützt. Mehrere szenariobasierte Präferenzentscheidungen zeigten inhaltlich plausible Zusammenhänge mit den gebildeten Motivationsscores, insbesondere in den Bereichen Stil, Wohnpräferenz, Projektwahl und berufliche Rollenorientierung.

Die Ergebnisse liefern keinen abschliessenden Validitätsnachweis der MetaMotivation MAP. Sie stützen jedoch auf explorativer Ebene die Plausibilität ihrer Grundlogik: Konsum- und Entscheidungsmotive lassen sich entlang zentraler motivationaler Spannungsräume modellhaft ordnen. Die 16 Segmente der MAP werden dabei nicht als empirisch harte Typen verstanden, sondern als heuristische Orientierungspunkte innerhalb eines kontinuierlichen Motivationsraums.

M.Sc. Johannes Baldauf

M.Sc. Lern-Psychologie, M.Sc. Soziologie