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Forschungspublikationen | Psychologie

Das Allostatische Stressmodell: Eine erweiterte theoretische Monographie zur Re-Konzeptualisierung chronischer Dysregulationen

J. Baldauf (2026)

Ein Paradigmenwechsel im Stressverständnis

Die vorliegende Monographie präsentiert das Allostatische Stressmodell als fundamentalen
Paradigmenwechsel in der Betrachtung chronischer Dysregulationen. Das Modell
dekonstruiert den mechanistischen Begriff der Homöostase und begreift Stress stattdessen
als eine zielgerichtete, adaptive Kompensationsreaktion (Actio) auf prädizierte existenzielle
Bedrohungen. Ein Kernelement ist die Unterscheidung zwischen der primären Allostase
(dem motivierten Lösungsprozess auf dem Haupt-Theater) und der sekundären Allostase
(dem physiologischen Verschleiss auf dem Neben-Kriegsschauplatz).
Die Triade der existenziellen Meta-Ängste (TEMA) – Sicherheit, Bindung und Selbstwert –
wird als der primäre neurobiologische Treiber identifiziert. Stress fungiert hierbei als
proaktiver Lösungs-Motor, der Energie bereitstellt, um die Realität so zu verändern, dass der
Angst ihr Grund entzogen wird. Anhand von sieben klinischen Phänotypen wird erläutert, wie
individuelle „Überlebensanzüge“ als aktive Werkzeuge zur Weltgestaltung entstehen. Das
Werk fordert eine therapeutische Neuausrichtung: Weg von der blossen
Symptombekämpfung, hin zur Integration der Meta-Ängste und zum erfolgreichen Abschluss
des primären Lösungskampfes.

M.Sc. Johannes Baldauf

M.Sc. Lern-Psychologie, M.Sc. Soziologie