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Tool Affekt

Inwiefern beeinflusst die wahrgenommene, stetige Zunahme von digitalen Kommunikations- und Planungstools das Engagement und die Motivation der Mitarbeitenden?

Die Masterarbeit untersucht, wie der wahrgenommene «Toolwildwuchs» — insbesondere die Zunahme digitaler Kommunikations- und Planungstools — das Arbeitsengagement und die intrinsische Motivation von Mitarbeitenden beeinflusst. Dazu wird das konzeptionelle Rahmenmodell des «Tool-Affekts» entwickelt. Methodisch basiert die Arbeit auf einem quantitativ-dominanten Mixed-Methods-Design mit einer standardisierten Online-Befragung von Berufstätigen im DACH-Raum (N = 94). Erfasst wurden die Nutzung und Wahrnehmung digitaler Tools sowie Engagement und Motivation anhand adaptierter beziehungsweise etablierter Skalen.

Die Ergebnisse zeigen, dass nicht die reine Anzahl der genutzten Tools demotivierend wirkt. Vielmehr ist die wahrgenommene Nützlichkeit der Tools entscheidend: Sie weist einen hoch signifikanten positiven Zusammenhang mit dem Arbeitsengagement auf. Die intrinsische Motivation erweist sich dagegen als robust und wird durch technologische Faktoren kaum beeinflusst. Daraus ergibt sich für Unternehmen die zentrale Empfehlung, nicht primär die Tool-Anzahl zu reduzieren, sondern die strategische und technische Integration der Tools zu verbessern.

Ralph Matter

MAS Absolvent